Das Geo-Radar-System bietet eine zerstörungsfreie Meßmethode zur Lokalisierung und Untersuchung versteckter Objekte und Strukturen. Bei der Messung ist es unerheblich, ob sich der zu untersuchende Bereich im Erdboden oder in einer künstlichen Struktur, wie z.B. einer Betondecke befindet.
Das Radarsystem basiert auf einem Impuls-Echo-Verfahren, bei dem in den zu untersuchenden Bereich elektromagnetische Impulse gesendet werden, die in Abhängigkeit der dielektrischen Eigenschaften des Untergrunds reflektiert und vom Radargerät detektiert werden.
Aufgrund von Diskontinuitäten in der dielektrischen Eigenschaft der Zielregion ist man in der Lage, unterschiedliche Strukturen und Schichten zu erkennen.
Die bildliche Darstellung eines untersuchten Objekts hängt von der Änderung der dielektrischen Eigenschaft innerhalb der Grenzschicht zwischen Objekt und Umgebung ab, große Änderungen ergeben starke Signale, geringe Änderungen entsprechend schwache Signale.
Der prinzipielle Unterschied des Geo-Radars zu vielen anderen Meßmethoden liegt darin, dass man bei der Ortung mit diesem Verfahren nicht auf metallische Untersuchungsobjekte angewiesen ist, sondern Materialübergänge detektiert.
Aus dieser Tatsache heraus ergeben sich vielfältige Anwendungsgebiete, wie z.B. zerstörungsfreie Inspektionen oder Baugrunduntersuchungen bei Hoch- und Tiefbaumaßnahmen. Andere Einsatzgebiete sind unter anderem sicherheitstechnische Untersuchungen im polizeilichen und militärischen Bereich (z.B.: Kampfmittellokalisierung), Detektion von Umweltrisiken oder auch wissenschaftliche Anwendungen (Archäologie, Geologie, usw.).
Das Radarsystem ist modular aufgebaut, so daß durch den Einsatz von Sendeantennen unterschiedlicher Frequenzen verschiedene Untersuchungstiefen und Auflösungen erreicht werden. Die Auflösungsfähigkeit des Systems kann mit steigender Antennenfrequenz erhöht werden, gleichzeitig sinkt jedoch die maximale Untersuchungstiefe.
Elektronik und Software des Gerätes sind so ausgelegt, dass die gemessenen Daten online auf einem Farbdisplay dargestellt bzw. auf einer Festplatte gespeichert werden können. Die Software ermöglicht es zudem, ein untersuchtes Zielgebiet dreidimensional zu erfassen. Weitere Applikationen der Software sind zusätzliche Filter, mit denen die aufgenommenen Daten nachbearbeitet werden können.
Das Radarsystem eignet sich aufgrund der erreichbaren Eindringtiefe bis zu einigen Metern (je nach Antennentyp) bestens dazu, im Boden vorhandene Objekte, wie Leitungs- und Kanalsysteme zu detektieren. Die Auflösungsfähigkeit des Geräts liegt in Abhängigkeit des Bodenmaterials im oberflächennahen Bereich bei etwa 1 cm, mit größer werdender Tiefe sinkt sie ab, da Objekte in größerer Tiefe schwächere Signale produzieren. Zusätzlich zur Tiefe der verborgenen Objekte sind auch die Materialien von Objekt und umgebendem Bereich für die Auflösungsfähigkeit von Bedeutung, ein metallisches Rohr beispielsweise erzeugt noch in mehreren Metern Tiefe starke Reflexe. Neben Leitungssystemen können auch verschiedene künstliche und natürliche Objekte, wie etwa Tanks, Fässer, Hohlräume, Wurzeln usw. detektiert werden. Somit bietet das SPRscan- System unter anderem ein geeignetes Mittel bei der Lokalisation von Umweltschäden oder baulichen Risiken (Unterspülungen).
Einige Anwendungsbeispiele....
| Versorgungleitungen: |
Geologie: |
Archeologie: |
| Tonrohre |
Erd- und Felslagen |
Fundamente |
| Plastik oder PVC Rohre |
Grundwasserschichten |
Grundrisse |
| Betonrohre |
gestörte Schichten |
Kunstgegenstände |
| Metallrohre |
Wurzelwerk |
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| Kabel / Kabelkanäle |
Dichteänderungen |
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| verborgene Kanaldeckel |
Altlastensondierung |
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| stillgelegte Leitungen |
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| Glasfaserkabel |
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| Abwasser-Tunnel / Schächte |
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| Umweltschutz: |
Millitär: |
| vergrabene Fässer |
Bunker |
| vergrabene Tanks |
Tunnel |
| Grenzschichten |
Waffenlager |
| Geröll- und Deponieschichten |
Munition |
| gesättigte Schichten |
Kampfmittel |
| Deichanlagen |
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